Selbständig mit der Erstellung von mobile Apps

apps entwickelnMobile Apps sind ein längst nicht mehr geheimer Wachstumsmarkt. Wer programmieren kann und in unternehmerischen Bahnen denkt, hat die gängigen App-Programmiersprachen bereits gelernt oder ist mit Hochdruck dabei, denn in diesem Bereich lässt sich mit Leichtigkeit selbständig Geld verdienen. Dennoch sind Apps keine Goldgrube, auch dann nicht, wenn man eine durchschlagende Idee nach der anderen hat. Hinter erfolgreichen Selbständigen mit eigenen Apps stehen Geschäftsmodelle, Finanzierungspläne und große Methodenkompetenz – aber all das kann man sich erarbeiten und erlernen.

Was macht eine Geschäftsidee aus?

Ideen für tolle mobile Apps gibt es auch in der heutigen übersättigten App-Welt sicherlich noch viele. Doch die Geschäftsidee alleine ist so lange wertlos, bis sie beginnt, sich als wirtschaftlich zu erweisen. Dazu gehört, dass sie Geld einbringt, auch wenn das nur langfristig geschieht, und dass der App-Entwickler gerade als Selbständiger von seinen Apps leben kann. Insbesondere bei der App-Entwicklung kommt es zusätzlich darauf an, dass die App die richtige Zielgruppe anspricht und dass sie sich überhaupt monetarisiert, wenn man sich davon ein Einkommen erhofft. All das wird in einem Geschäftsmodell zusammengefasst, das auch dann stehen sollte, wenn man für die Idee nicht einmal zwingend einen Businessplan braucht.

Die USP: welche App braucht die Welt?

Hinter den drei Buchstaben USP verbirgt sich die “unique selling proposition”, also das Alleinstellungsmerkmal der App, die den Interessenten letztlich dazu bewegen wird, sie überhaupt genauer zu betrachten und sie der Konkurrenz vorzuziehen. USP ist ein essenzieller Bestandteil hinter jeder erfolgreichen App und ist gerade dann wichtig, wenn die mobile App nicht nur zum Spaß programmiert wurde. Denn dann muss sie zwangsläufig heruntergeladen werden – und das wird nur dann passieren, wenn sich daraus für den Kunden ein Mehrwert ergibt, den er nicht bei der Konkurrenz bekommt. Am einfachsten macht man einen simplen Praxistest: Würden die Freunde, Familienmitglieder, Kollegen, Bekannten die App kaufen? Wenn ja, wieso? Wenn nicht, was hat sie davon abgehalten und was könnte sie dazu bewegen, ihre Entscheidung zu überdenken.

Kernkompetenzen für die App-Entwicklung

Ob die Kernkompetenzen zur App-Entwicklung nun in einer Person vereint sind oder ob mehrere Fachkräfte sie ergänzend zueinander erfüllen, spielt für eine erfolgreiche Selbständigkeit kaum eine Rolle. Folgende Aufgabenbereiche müssen abgedeckt werden, damit eine Einzelperson oder ein komplementäres Team die App erfolgreich auf den Markt bringen kann:

  • Grafikdesign für die optische Aufbereitung der App
  • Kenntnisse der wichtigsten Programmiersprachen für die Erstellung der App – je mehr App Stores bedient werden können, desto besser, denn entsprechend weit kann sich die App dann verbreiten
  • Kenntnisse im Marketing, falls die Marketing-Aufgaben nicht an eine professionelle Agentur ausgelagert wurden

Vom Prototypen zur Marktreife

Aller Anfang ist schwer, umso schwerer natürlich dann, wenn dahinter der Aufwand steckt, die App zunächst noch zu entwickeln. Wer das kann, der kann sich die Zeit natürlich so einteilen, dass die App-Entwicklung keinen unüberwindbaren Meilenstein mehr darstellt – oder aber mit einem Lean Prototype einsteigen und damit bereits die ersten Zahlen schreiben. Es handelt sich dabei um einen schlanken, möglichst einfach gehaltenen Prototypen der mobilen App, wie sie einmal aussehen soll, der aber dennoch schon funktionsfähig ist. Wenn dieser Prototyp mit der wichtigsten Funktionalität kann man bereits loslegen und anhand der ersten Zahlen und Rückmeldungen absehen, wie erfolgreich das Projekt läuft und was man noch besser umgesetzt bekommen muss. Denn wenn man sich mit einer oder mehreren Apps selbständig machen will, müssen die Konzepte und Modelle dahinter stimmen und man darf sich keine Produktfehler mehr erlauben, wenn die App einmal marktreif ist. Mit dem Lean-Ansatz kann man zudem viel Geld sparen, da man weniger hohe Investitionen in der Einstiegsphase hat.

Ressourcen und Tools für App-Entwickler

Als selbständiger App-Entwickler steht man ganz am Anfang nicht nur vor einer spannenden, großen Herausforderung, sondern zunächst einmal auch vor Hürden und Meilensteinen, die es zu erreichen gilt. Für die grundlegende App-Idee entwickelt man am besten möglichst schlanke Prototypen, indem man Wireframes der Apps erstellt. Dies sind teils funktionsfähige Vorversionen der endgültigen App, einfache Grafiken, anhand derer man sich bei der Entwicklung orientieren kann – und sollte. Darüber hinaus eignen sich Business Model Canvases zur Entwicklung einer Monetarisierungsstrategie. Ob man die mobile App nun kostenfrei mit Werbung anbietet, über In-App-Käufe an Einkünfte gelangt oder auch den Download unmittelbar kostenpflichtig gestaltet, all das wäre möglich – müsste aber auch zur Zielgruppe und zum Marktsegment passen. All diese Faktoren machen eine App erfolgreich und sorgen dafür, dass die Planungs- und Konzeptionsphase vernünftig und kundenorientiert vollzogen wird. Das wiederum garantiert, dass die App vom Markt auch angenommen und gerne genutzt wird – für einen selbständigen App-Entwickler das A und O seiner Geschäftstätigkeit.

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