Steuersoftware im Vergleich für das Kleingewerbe

Gerade Existenzgründer und Kleingewerbetreibende stehen am Anfang vor dem Problem, wer die laufende Buchführung erstellt. Oftmals ist das Geld für einen Steuerberater nicht vorhanden. Der Unternehmer des Kleingewerbe ist aber gesetzlich verpflichtet, regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen abzugeben. Im ersten Jahr der Betriebseröffnung sogar monatlich!
Hilfe bieten verschiedene Steuersoftware, welche für Kleingewerbe ideal sind und auch ohne das nötige Hintergrundwissen zu bedienen sind.
Auch wenn ein Kleingewerbetreibender nicht bilanzierungspflichtig ist und er oftmals lediglich eine sogenannte Einnahme-Überschussrechnung erstellen muss, für die es keine Formvorschriften gibt und für die theoretisch eine einfache Excel Tabelle reicht, so muss er doch die Umsatzsteuer regelmäßig an das Finanzamt abführen.
Sind alle Buchungen mit der Software korrekt erfasst worden, wird die Umsatzsteuervoranmeldung praktisch auf Knopfdruck erstellt und elektronisch an das Finanzamt übermittelt.

Beim Kauf der entsprechenden Steuersoftware muss unbedingt die sogenannte Minus-1-Regel beachtet werden. So ist zum Beispiel die Steuersoftware 2013 für die Steuerklärungen 2012 entwickelt worden. Der Kauf einer jährlich aktuellen Version oder eines Abonnements, welches viele Softwarehersteller preisvergünstigt anbieten, ist für jeden Unternehmer Pflicht. Nur in der aktuellen Version sind alle gesetzlichen Bestimmungen verarbeitet und enthalten. Und nur mit der jeweils aktuellen Version ist eine Erstellung und Übermittelung der Umsatzsteuervoranmeldung und anderer notwendigen Steuererklärungen möglich.

Jeder Selbständige ist verpflichtet, seine laufenden Geschäftsvorgänge schriftlich festzuhalten. Hierfür reicht zwar auch eine formlose Aufzeichnung, doch bieten spezielle Programme hierbei Hilfestellungen, die eine Excel Tabelle nicht bietet.
So sind zum Beispiel die Anschaffungen von Wirtschaftsgütern und Anlagevermögen in einer besonderen Form aufzuzeichnen und abzuschreiben. Die Höhe der Abschreibungen ist abhängig von der Nutzungsdauer und kann unterschiedlich ermittelt werden. Programme helfen bei der Ermittlung des richtigen Abschreibebetrages, ohne dass hierfür die Fachkenntnis vorhanden sein muss.

Will der Unternehmer trotz allem den Abschluss des Geschäftsjahres nun doch vom Steuerberater erledigen lassen, so bieten einige Programme hierfür spezielle DATEV Schnittstellen an. Mittels dieser Schnittstelle werden die vom Unternehmen erfassten Geschäftsvorfälle ausgelesen und in die Software des Steuerberaters eingespielt. Auch das spart Geld, da der Steuerberater die Buchungen nicht selber erfassen muss.

Jeder Selbständige ist vom Gesetzgeber zur Führung eines Kassenbuches verpflichtet. Die meisten Steuerprogramme bieten ein Kassenbuch, welches aus den bereits erfassten Buchungen ermittelt wird. Hiermit erspart sich der Unternehmer die händische Führung eines Kassenbuches, da es auf Knopfdruck erstellt wird und nur noch ausgedruckt werden muss.

Ein Vergleich der Steuerprogramme

Hier ein Vergleich der am meistverkauften Steuerprogramme, sowie deren Vorteile und Nachteile

Buhl Data WISO Steuer-Sparbuch 2013

wiso steuersoftwareDas Steuer-Sparbuch 2013 ist ein einfach zu bedienendes Steuersoftware. Daten aus der Vorgängerversion werden einfach per Knopfdruck übernommen. Ein Interview Modul hilft bei der Eingabe, indem Fragen zu beantworten sind. Aber auch ohne Nutzung des Interview Moduls sind die Eingabefelder selbstsprechend. Dabei ist das komplette Regelwerk für die Einkommenssteuer-Erklärung 2012 eingepflegt.
Mittels dem sogenannten Planspiel kann der Anwender auf Knopfdruck feststellen, wo das Steuersparpotenzial steckt und wie viel Geld bei Berücksichtigung der eingepflegten Tipps gespart werden kann. Das Programm prüft die Eingaben laufend auf Plausibilität, sodass Fehler bereits bei der Erfassung vermieden werden.
Beispiele und Erfassungshilfen werden anhand von Videos einfach erklärt und die Steuertipps sind für Jeden verständlich gehalten.

Buhl Data T@x 2013

tax steuersoftwareT@x 2013 ist eine preiswerte Alternative zum WISO Steuer-Sparbuch 2013. Allerdings bietet es auch weniger Komfort, wirkt aber deutlich aufgeräumter. Mittels dem sogenannten Dialog Modus wird auch hier den unversierten Anwendern die Eingabe mithilfe eines Fragebogens erleichtert. T@x 2013 verzichtet auf Videos, ist aber trotz allem einfacher in der Anwendung als das kostenlose Tool der Finanzbehörde Elster Formular. Ebenso fehlt der virtuelle Steuerberater des WISO Programms, allerdings ist ebenso eine Plausibilitätsprüfung vorhanden. Aus diesem Grund eignet sich T@x 2013 eher für erfahrenere Anwender.

Lexware Taxman 2013

taxman softwareTaxmann ist die richtige Steuersoftware für kompliziertere Fälle. Trotz alledem verspricht Taxmann seinen Kunden, dass eine Einkommenssteuererklärung in 15 Minuten erstellt werden kann. Dies funktioniert allerdings nur bei einer Datenübernahme aus dem Vorjahr. Sind die Stammdaten neu zu erfassen, dauert die Erstellung der Steuererklärung etwas länger. Auch komplexere Fälle können mit dieser Software einfach abgewickelt werden. Dabei hilft ein Videomoderator bei der Erfassung und fragt die relevanten Eingaben nach und nach ab. Der Videomoderator kann auf Wunsch auch abgeschaltet und durch Text ersetzt werden.
Neben der normalen Einkommenssteuer werden auch Sonderfälle wie Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung abgedeckt und das Programm ist komplett auf die Bedürfnisse von Gewerbetreibenden und Freiberuflern abgestimmt. Aufgrund der ebenfalls vorhandenen Plausibilitätsprüfung werden Fehler aufgespürt und dank der Hilfefunktion werden Steuertipps gegeben.

Quick Steuer 2013

quick steuer steuersoftwareDie preiswerte Alternative von Lexware heißt Quick Steuer 2013. Auch hier erklärt ein Assistent Schritt für Schritt alle Formulare und gibt Tipps und überprüft die Eingaben auf evtl. vorhandene Fehler. Auch hier ist eine Übernahme der Vorjahresdaten möglich, jedoch ist die Übernahme hierbei nicht so einfach gelöst wie bei der teureren Version von Lexware. Die fertige Steuererklärung lässt sich bei Bedarf in die offiziellen Vordrucke oder auf Blankopapier ausdrucken, ebenso ist die elektronische Übermittlung der Daten mittels ELSTER möglich.

Fazit

Der Kleingewerbetreibende sollte nicht bei der Anschaffung eines Steuerprogrammes am falschen Ende sparen und sich das preiswerteste Software kaufen. Dank der besseren Menüführung und den vielen Tipps und Eingabehilfen lohnt sich die Anschaffung eines umfangreicheren Programms, sollen nicht nur die Einkommenssteuererklärungen abgewickelt werden, sondern auch die komplette Buchführung über diese Steuersoftware abgewickelt und elektronisch übermittelt werden.

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